Eine bewusste Adventszeit – 22 Tipps

Hallo und schön, dass Du Dich für diesen Artikel entschieden hast. Ich möchte heute mit Dir über Sinnhaftigkeit bzw. Sinnlosigkeit von Adventskalendern und Geschenken sprechen und Dir erzählen, warum meine Kinder keinen Adventskalender bekommen. Ich hoffe, ich kann Dich ein wenig inspirieren. Viel Spaß beim Lesen.

 

Die Tradition

Die Tradition der Adventskalender ist erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum dokumentiert. Damals hängten protestantische Familien in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest jeden Tag ein Bild auf. Nach anderen Traditionen wurden mit Kreide verschiedenfarbige Striche an die Wand gemalt – für jeden Tag einen. Diese durften die Kinder dann täglich wegwischen, um auf diese Weise bewusst die Zeit bis zur Geburt Christi zu zelebrieren. In Skandinavien entstand ein ähnlicher Brauch, bei der eine Kerze in 24 Abschnitte unterteilt wurde und jeden Tag ein Abschnitt heruntergebrannt wurde.

 

Besinnliche Weihnachtszeit

 

 

Die Idee hinter dieser Tradition ist somit im Grunde eine schöne: Die Familie entwickelt ein gemeinsames Ritual, um diese besondere Jahreszeit bewusst wahrzunehmen und praktiziert damit auch eine Form der Achtsamkeit. Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit der Besinnung und der Innenschau, bei der es gilt innezuhalten. Gerade heutzutage gewinnt dieser Ansatz immer mehr an Relevanz, da wir dazu neigen uns mit Stress und äußerlichen Ablenkungen zu überladen.

Man sollte sich allerdings dabei bewusst machen, dass diese Traditionen christlich sind und es darum geht, die Zeit vor der vermeintlichen Geburt Christi zu zelebrieren (die ja eigentlich zu einem völlig anderen Zeitpunkt war). Selbstverständlich kann man die Adventszeit auch losgelöst von christlichen Vorstellungen in den Mittelpunkt der Familie rücken. Man sollte sich nur bewusst machen, mit welcher Intention Traditionen gelebt werden und verbreitete Bräuche nicht einfach unreflektiert übernehmen „weil man das eben so macht“. Ich orientiere mich jedenfalls eher an den heidnischen Jahreskreisfesten*, die sich an den natürlichen Rhythmen der Natur orientieren.

 

Weihnachtlicher Stress

Der heutige Adventskalender ist ganz im Sinne des modernen Weihnachtsfestes eine weitere Gelegenheit fleißig zu konsumieren und sich somit auf das Materielle ‚zu besinnen‘. Mit Besinnung im Sinne der christlichen Tradition hat das herzlich wenig zu tun. Auch das Weihnachtsfest selbst ist völlig losgelöst von seinen ursprünglichen Werten. Selbstverständlich muss man kein Christ sein, um einen besonderen Abend im Kreis der Familie zu verbringen. Aber die damit verbundene Konsumbetonung rückt leider jegliche Besinnlichkeit in den Hintergrund.

So ist diese Zeit für die meisten Erwachsenen ganz im Gegensatz zu der eigentlichen Idee eine besonders stressige Zeit. Es muss ein Weihnachtsmenü und zahlreiche Besuche bei der Verwandtschaft geplant werden. Geschenke wollen ausgedacht und eingekauft werden und auch ein Tannenbaum muss her. Viele Eltern sind daher heutzutage froh, wenn diese Zeit nach den Feiertagen endlich überstanden ist und sie sich wirklich wieder aufs Wesentliche besinnen können.

 

Die Adventszeit von Heute

Die Adventszeit gestaltet sich entsprechend dem Weihnachtsfest: Die Kinder freuen sich schon das ganze Jahr auf das Weihnachten, nicht etwa wegen seiner Romantik, sondern natürlich wegen der erwarteten Geschenke. Dementsprechend soll ihnen das schwere Warten auf den erlösenden Moment der Bescherung versüßt werden, in dem der Adventskalender bereits viele kleine Geschenke bereit hält. So können sie jeden Morgen mit Freude in den Tag starten, in dem Wissen, dass sie auch heute schon etwas bekommen. 

 

 

Ich denke man erkennt unschwer die Ironie hinter diesen Worten. Natürlich sind Geschenke etwas Schönes, aber das, was wir mittlerweile an Weihnachten zelebrieren ist ein Geschenke-Wahn. Für die Kinder dreht sich alles nur noch ums beschenkt werden. Ich erinnere mich noch an meine eigene Jugendzeit (die noch nicht all zu lange her ist): Nach der Beschwerung habe ich mit meinen Freundinnen telefoniert, um mit ihnen abzugleichen, was wir bekommen haben. Aus heutiger Sicht macht mich das einfach nur traurig und so wünsche ich mir für meine Kinder eine wirklich besinnliche Weihnachtszeit ohne diesen Geschenkerausch.

 

Hat Coca Cola den Weihnachtsmann erfunden?

Die Art, wie wir heute Weihnachten sowie Nikolaus und die gesamte Adventszeit zelebrieren, ist nicht nur gefundenes Fressen für ein kapitalistisches System, welches darauf basiert, dass wir immer mehr Wünsche und Bedürfnisse entwickeln. Tatsächlich hat die Wirtschaft Weihnachten, wie wir es heute kennen, eigens zu diesem Zwecke erfunden. Es ist also kein Zufall, dass sich heutzutage alles um Geschenke, Geschenke, Geschenke dreht. So wurde auch das Bild, welches wir heute vom Weihnachtsmann haben, maßgeblich durch Werbekampagnen von Coca Cola geformt. Diese hatten Mitte des 20. Jahrhunderts eine solche Massenwirksamkeit, dass viele Menschen glauben, die Firma hätte den Weihnachtsmann erfunden. Allein die Tatsache, dass wir unseren Kindern ein Lügenmärchen über die Herkunft der Geschenke erzählen, betont ganz massiv die Wichtigkeit davon, dass eine schöne Weihnachtszeit nicht ohne Geschenke auskommt.

 

Weihnachten ohne Geschenke?

Bedeutet das also, das ein besinnliches Weihnachten nur ohne Geschenke möglich ist? Nein, natürlich nicht. Auch meine Tochter bekommt an Weihnachten etwas von mir geschenkt. Allerdings tische ich ihr dazu nicht das Märchen vom Weihnachtsmann auf und mache auch keine große Sache aus. Ich sorge außerdem dafür, dass sie von der Verwandtschaft nicht von Geschenken überhäuft wird und sich am heiligen Abend nicht alles ums Auspacken dreht. Ich versuche dagegen die anderen Aspekte in den Vordergrund zu rücken, sodass gemeinsame Zeit mit der ganzen Familie im Vordergrund steht.

 

 

Adventszeit ohne Kalender

Auch bekommt meine Tochter keinen klassische Adventskalender, wobei ich die Idee von selbstgemachten Bildern oder Sprüchen durchaus schön finde. Diese können zum nachdenken anregen beschränken sich nicht auf einen materiellen Wert. Jedenfalls werde ich keine Sachgegenstände schenken oder gar Süßigkeiten anbieten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Schokolade und Co für äußerst bedenklich halte, da sie nicht der natürlichen Nahrung des Menschen entsprechen, wurden in Schoko-Adventskalendern immer wieder gefährliche Mineralölrückstände nachgewiesen.

 

Alternativen für eine besinnliche Adventszeit

Um dem üblichen Brauch des Schenkens und noch mehr Schenkens etwas entgegen zu setzen, möchte ich mit Dir ein paar Alternativen teilen, die die Adventszeit mit Deiner Familie zu einer ganz besonderen machen:

 

  1. Tägliches Kerze abbrennen* lassen (siehe skandinavische Tradition oben)
  2. Tägliches Weihnachtsgeschichten* lesen
  3. Gemeinsames Weihnachtslieder* singen
  4. Windlichter basteln*
  5. Sperrnächte und Raunächte zelebrieren nach den heidnischen Traditionen der Jahreskreisfeste*
  6. Kerzen gießen*
  7. Adventskranz basteln*
  8. Gemeinsame Winterspaziergänge
  9. Schneemann bauen
  10. Die Weihnachtsgeschichte mit Figuren* nachspielen
  11. Die Wohnung gemeinsam entsprechend der Jahreszeit* dekorieren
  12. Fenstersterne basteln
  13. Gemeinsam die Weihnachtstradition verstehen und erklären, wer Jesus war
  14. Gemeinsames Plätzchen backen
  15. Sauerkraut per Hand herstellen*
  16. Mistelzweige aufhängen
  17. Gemeinsam den Weihnachtsmarkt besuchen
  18. Einen Adventskalender selber basteln: Jeden Tag ein Bild malen und aufhängen
  19. Weihnachtsdeko* basteln
  20. Die Familie oder Freunde zum Essen einladen
  21. Weihnachtsmandals* malen
  22. Gemeinsam Lego* passend zu Weihnachten bauen

 

 

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesen Gedanken und Ideen, ein wenig inspirieren, eine entschleunigte und konsumarme Weihnachtszeit zu verbringen. In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Fest!

 

 

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