Die Kraft der Glaubenssätze

Herzlich willkommen und schön, dass Du Dir die Zeit nimmst. Ich möchte heute mit Dir darüber sprechen wie Glaubenssätze entstehen und wie wir den Kreislauf destruktiver Glaubenssätze durchbrechen können. Viel Spaß beim lesen.

 

Was sind Glaubenssätze?

Wie der englische Ausdruck Core Belief sehr gut deutlich macht, sind Glaubensätze, diejenigen Überzeugungen, die den Kern unseres Selbstbildes bilden. Alle anderen Überzeugungen, die wir über uns haben, bauen auf ihnen auf und fügen sich in ihr Glaubenssystem ein. Aufgrund dieses Selbst- und Weltbildes erschaffen wir tagtäglich unsere Realität. Deswegen haben Glaubenssätze so einen unfassbar großen Effekt auf unser Leben. Wenn wir sie verändern, können wir unser ganzes Leben verändern.

 

Wie entstehen Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen, um uns geliebt und sicher zu fühlen. Sie entstehen im Laufe der Kindheit und Jugend, meist schon in den ersten 7-8 Lebensjahren. In diesen Jahren wird quasi der Fahrplan für unser restliches Leben programmiert. Es handelt sich hierbei um Schlussfolgerungen, die wir aus dem Erlebten ziehen, wenn dieses Erlebte von unserem bisherigen Weltbild, dass die Welt ein Ort voller Liebe und Fülle ist, abweicht. Manchmal kann es auch ein Übernehmen von Sätzen sein, die unsere Bezugspersonen uns wiederholt gesagt haben. Ein Beispiel hierfür wäre der Satz „Stell Dich nicht so dumm an!“. Hören wir diesen Satz immer und immer wieder von unseren Eltern, Geschwistern, Lehrern oder Freunden, schlussfolgern wir irgendwann, dass er war ist. Der Glaubenssatz würde lauten: „Ich bin dumm, ungeschickt oder unbeholfen.“ Oder: „Andere können es besser.“

Insbesondere das, was ihre Eltern sagen, nehmen Kinder per se erst ein mal als wahr hin. Sagen Eltern dem Kind, dass es nicht singen kann, wird sich das für das Kind einbrennen bis es das auch über sich selbst glaubt. In der Folge wird das Kind in Korrelation mit diesem Selbstbild immer wieder Situationen erschaffen, in denen deutlich wird, dass es nicht singen kann. Das wiederum verstärkt den Glaubenssatz. Ein echter Teufelskreis.

 

Typische Glaubenssätze

Wir alle tragen aufgrund der Erfahrungen, die wir gemacht haben, destruktive Glaubenssätze in uns, sodass wir eine entsprechende Realität erfahren. Es gibt ein paar für unsere heutige Leistungsgesellschaft ganz typische Glaubenssätze. In einigen von ihnen findet sich fast jeder wieder. Sie lauten:

  • Ich muss es allen recht machen
  • Ich muss Stärke Zeigen
  • Ich muss Leistung erbringen
  • Ich muss perfekt sein
  • Ich muss mich beeilen

Ich bin nicht liebenswert

Diese 5 Grundüberzeugungen haben alle ihre Basis in der Grundannahme: „Ich bin nicht liebenswert genug“  bzw. „Ich bin nicht gut genug“. Liebenswert wollen wir natürlich alle sein. Als Menschen, aber insbesondere als Kinder, hängt unser Überleben davon ab, geliebt zu werden. Liebe ist der Grundzustand, in dem wir diese Welt das erste Mal betreten. Im Laufe unserer Sozialisation und Erziehung lernen wir allerdings, dass wir nur liebenswert sind, wenn wir uns beeilen. Dass wir nur geliebt werden, wenn wir es allen Recht machen usw. . Man könnte also diese 5 Grundüberzeugungen auch umformulieren in:

Ich muss mich auf eine bestimmte Weise verhalten, um liebenswert zu sein.

Das ist ziemlich schockierend, wenn man bedenkt, dass dies die Grundannahme ist, auf der wir alle unsere Realität erschaffen. Unser ganzes Leben ist ein einziger Tanz um Liebe und Wertschätzung.

 

So geben wir die Annahme weiter

Wenn wir unsere Kinder erziehen, vermitteln wir ihnen letzten Endes immer wieder, dass unsere Liebe bedingt ist. Wir wissen natürlich, dass dem nicht so ist. Aber Dein Kind weiß es nicht. Dein Kind glaubt nur das, was es im Außen erfährt, selbst wenn Du es ihm sagst, dass Du es bedingungslos liebst. Denn Du zeigst ihm mit Deiner Erziehung etwas anderes. Ich weiß, es klingt hart, aber jedes mal, wenn Du Deinem Kind sagst, es solle aufhören, so laut rumzuschreien, schwingt unterschwellig die Botschaft mit: So wie Du bist, nämlich laut, bist Du nicht okay. Das Kind schlussfolgert aus dieser Situation dann: Ich muss leise sein, um geliebt zu sein – oder, um es global zu formulieren: Ich muss mich ändern, um geliebt zu werden.

 

Das Prinzip von Erziehung

Tatsächlich beschreibt die obige Situation sehr gut das Prinzip vom Erziehung: Dem Kind wird eindrücklich vermittelt, dass es sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten soll, um gut in den Augen der Eltern zu sein. Gehorcht das Kind nicht, wird ihm mit Liebesentzug gedroht. Das muss kein abwertendes Schimpfen oder ignorieren sein. Es reicht, dass der Elternteil (wenn auch im Subtext) deutlich macht: Ich möchte gerne, dass Du anders bist. Für das Kind ist vor allem der emotionale Gehalt der Botschaft entscheidend. Es möchte Mama und Papa gefallen, da es von deren Wohlwollen und deren Liebe abhängig ist und folgt der Bitte zu Lasten seiner Integrität.

 

Den Kreis durchbrechen

Aber was kannst Du denn nun tun, um den Kreislauf von negativen Glaubenssätzen zu durchbrechen? Dein Kind nicht mehr erziehen? Tatsächlich ist das die Richtung, in die unsere Gesellschaft streben muss, um sich von diesen destruktiven Glaubenssätzen zu befreien. Heißt das nun, dass Du Dein Kind tun und lassen sollst, was es möchte? Nein, keine Sorge! Du kannst und solltest weiterhin Deine Bedürfnisse und Grenzen kommunizieren. Dabei kommt es vor allem auf Deine innere Einstellung und das damit verbundene Menschenbild an.

 

Liebevoll kommunizieren

Liebevolle Kommunikation kommt von einem anderen Ort als Worte, die sich nur auf das Verhalten Deines Kindes beziehen. Liebevolle Worte beziehen stets mit ein, dass hinter dem jeweiligen Verhalten ein eigenständiger, sensibler Mensch, mit (ggf. unerfüllten) Bedürfnissen steht. Wenn wir uns auf das Verhalten fokussieren, degradieren wir das Kind dabei zum Objekt, welches ein bestimmtes Verhalten produzieren soll. Wenn wir dem Kind als Mensch begegnen, sprechen wir mit einem Subjekt und das spürt unser Kind.

 

Bleibe bei Dir

Eine solche Kommunikation hat zwei wichtige Komponenten: Zum einen ist es wahnsinnig wichtig, bei uns selbst zu bleiben und von uns und unseren Bedürfnissen zu sprechen, anstatt über das Kind zu bestimmen. Das könnte dann so aussehen: „Ich wünsche mir das du leiser schreist. Diese Lautstärke kann ich ganz schlecht aushalten. Sie tut mir in den Ohren weh!“.

 

Beziehung statt Erziehung

Die andere wichtige Komponente ist die Beziehung. Erziehungsfreies Leben läuft nicht umsonst auch unter der Überschrift „Beziehung statt Erziehung“. Manchmal geht es weniger darum, die Erziehung wegzulassen, als darum, den Fokus wieder mehr auf die Beziehung zu lenken. So können wir unserem Kind, um bei dem Beispiel mit der Lautstärke zu bleiben, nicht nur von uns erzählen, sondern auch fragen bzw. spiegeln wie es dem Kind möglicherweise geht. Wir könnten sagen: „Es macht dir gerade großen Spaß, laut zu brüllen.“ oder: „Du bist wütend, deswegen schreist Du. Das kann ich gut verstehen.“ 

 

Gemeinsamkeit leben

Anschließend können wir mit dem Kind gemeinsam nach Lösungen für die Situation suchen, ganz nach dem Motto: Wir sind ein Team und sitzen im selben Boot. Welche Lösung können wir finden, mit der vielleicht beide zufrieden sind? Welche Alternativen Möglichkeiten gibt es? Gibt es eine Lösung, bei der mein Kind seinem Bedürfnis nach lautstarkem Ausdruck nachgehen kann und ich trotzdem meine Grenzen wahre? Wenn man diese Art von Gedanken zulässt, tun sich plötzlich Lösungen auf, auf die man vorher gar nicht gekommen wäre. Und wenn nicht, könnt Ihr Euch gemeinsam ärgern. Auch Frust ist ein berechtigtes Gefühl, dass sein darf und eine weitere Möglichkeit, dem Kind zu vermitteln: Du bist genauso liebenswert, wenn Du frustriert dein Spielzeug in die Ecke pfefferst. Ich liebe Dich, egal wie Du Dich fühlst, oder verhältst.

 

 

Mit diesem Buch habe ich meine Glaubenssätze verändert:

 

 

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