Gibt es ‚gesunde Fette‘?

Heute möchte ich mal wieder über Ernährung sprechen und zwar über einen Aspekt, der uns fast alle betrifft. Es geht um Öl und die ewige Debatte ‚Gute Fette‘ vs. ‚Schlechte Fette‘. Warum das völliger Quatsch ist, erfährst Du in den nächsten Minuten.

 

Fette in der Ernährung

Die Nutzung von Fett ist in guten Küchen‘ ist schon seit Jahrhunderten eine Selbstverständlichkeit. Das ist nicht verwunderlich, denn Fett ist der Geschmacksträger schlechthin. Es lässt deftiges Essen erst so richtig herzhaft erscheinen und macht Süßspeisen zu unwiderstehlichen Magneten. Was aber die wenigsten wissen: Es macht uns auch süchtig, sodass wir immer mehr wollen. Ein Leben ohne raffinierte Fette ist schier unvorstellbar für die meisten von uns. Sie lassen sich heutzutage auch kaum mehr umgehen: Jedes Gemüse wird entweder in der Pfanne ‚angeschwitzt‘ oder nach dem Blanchieren in Butter geschwenkt. Selbst, wenn ich mir einen frisch gepressten Saft bestelle, darf der obligatorische Tropfen Öl nicht fehlen.

 

Mythos ‚Gesunde Fette‘

Der Mythos, dass der Körper sogenannte ‚gesunde Fette‘ aber braucht, hält sich hartnäckig. Aber was ist eigentlich dran an der Geschichte von den guten Ölen? Zunächst ein mal steht fest, dass unser Körper Fett für bestimmte Stoffwechselvorgänge benötigt und wir diese entsprechend zuführen sollten. Allerdings sind die benötigten Mengen verschwindend gering im Vergleich zu den unglaublichen Dosen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind. Was spricht also dagegen, unsere Fette ausschließlich aus natürlich vorkommenden Fettquellen wie Nüssen, Samen und bestimmten Früchten zu beziehen?

 

Öle sind nicht natürlich

Öle sind ein absolutes Kunstprodukt des Menschen und kommen in keiner vergleichbaren Form in der Natur vor. Das merken wir schon, wenn wir die Mengen an Öl, Butter und anderen raffinierten Fetten mal versuchten pur zu uns zu nehmen. Da würde es uns wahrscheinlich bei ‚hochkommen‘. Allein die Mengenverhälntnisse sind schirr unglaublich: Für die Herstellung von einem Liter Olivenöl benötigt man beispielsweise etwa 5-10 Kilogramm Oliven. Würden wir entsprechende Portionen der Früchte in unserem Salat wiederfinden, anstatt ihr Öl darüber zu kippen, wäre dieser nur noch schwer genießbar.

 

Fettiges Essen ist Junkfood

Öl ist dadurch, dass es aus purem Fett besteht, das ‚Lebensmittel‘ mit der wohl höchsten Kaloriendichte. Gleichzeitig enthält es quasi keine Nährstoffe und liefert damit keinen Mehrwert für den Organismus. Aus diesen Gründen bezeichnete der Ernährungswissenschaftler Jeff Novick Öl auch zurecht als den „Inbegriff des Junk Food“. Aus dieser Perspektive betrachtet, ernährt sich auch der Großteil der gesundheitsbewussten Bevölkerung, die ihr Essen selbst frisch zubereitet, überwiegend von Junk Food.

 

Was ist mit Omega-3-Fettsäuren?

Was ist also mit all den Predigten über gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, über Omega-6- vs Omega-3-Fettsäuren? Ist denn jetzt alles egal? Sicherlich stimmt es, dass ein gutes Fettsäurenverhältnis im Körper von Vorteil ist. Ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren wirkt entzündungshemmend und beugt damit etlichen Krankheiten vor. Auch schützen Mehrfach ungesättigte Fettsäuren unsere Zellwände und wirken somit dem Alterungsprozess entgegen.

Allerdings sind die Mengen, in denen wir diese zu uns nehmen, einfach absurd. Es geht hier schließlich um das Verhältnis und nicht um die Gesamtmenge. Würden wir insgesamt keine Öle mehr zuführen, bräuchten wir auch kein Leinöl um unseren Omega-6 Überschuss auszugleichen. Die American Diet hat ein so unsagbar schlechtes Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis von 1:20, weil  darin so viele raffinierte Fette vorkommen. Mit rein natürlichen Lebensmitteln wäre eine so schlechte Bilanz nur schwer zu erreichen.

 

Natürliche Omega-3-Quellen

Viel gesündere wäre es, natürlich vorkommende Lebensmittel mit einem günstigen Fettsäure-Verhältnis zu uns zu nehmen, die da wären: Hanfsamen*, Walnüsse*, Chiasamen* und Leinsamen*. Dabei ist auf die Rohkostqualität zu achten, denn Omega-3-Fettsäuren reagieren schon bei 30° C zu ungünstigen Transfettsäuren weiter. Chiasamen* müssen vor dem Verzehr eingeweicht werden und Leinsamen* frisch geschrotet oder eingeweicht und püriert werden.

 

Das sind die Folgen des übermäßigen Fettkonsums

Die Folgen des fetten Essens sind vielfältig und würden hier wahrscheinlich jeden Rahmen sprengen. Eine zu fetthaltige Ernährung kann mit fast allen der heutigen Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Insbesondere die koronare Herzkrankheit ist hier zu nennen, welche immer noch Todesursache Nummer 1 in den westlichen Ländern ist. Vor allem gesättigte Fettsäuren führen zu einem Verschließen der Arterien. Dabei ist Olivenöl ebenso zu nennen wie das (zurecht) gefürchtete Rindersteak.

Was weniger Menschen wissen, ist dass Diabetes auch fast immer eine Folge des hohen Fettkonsums ist. Ein hoher Fettspiegel führt dazu, dass Zucker von den Zellen nicht so schnell aufgenommen werden kann und sich deswegen im Blut anstaut. Darauf hin werden große Mengen Insulin benötigt. Der Zucker selbst ist tatsächlich das weniger gravierende Problem. Dr. med. John McDougall stuft deswegen Öl auch als ebenso gesundheitsgefährdend wie raffinierten Zucker ein.

 

Meine Erfahrungen mit dem Suchtmittel Öl

Mir geht es tatsächlich viel besser, seit dem ich ausschließlich natürliche Fette zu mir nehme. Es hat nach der Umstellung auf vegane Rohkost noch gut ein 3/4 Jahr gedauert bis ich gänzlich auf Öl in meinem Salat verzichten konnte. Wenn ich nun doch mal ein bisschen Öl zu mir nehme, reagiert mein Körper ähnlich wie bei Salz. Ich bekomme Kopfschmerzen und Durst und ich fühle mich schwer. Am nächsten morgen bin ich aufgequollen und habe Augenringe. Das zeigt mir, dass mein Körper das überschüssige Fett entgiften muss und Öl in einer gesunden Ernährung nichts verloren hat.

 

Gesund essen ohne Öl

Was macht nun also eine gesunde Ernährung aus? Sie sollte frei sein von künstlichen oder tierischen Fette. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist im besten Fall vollwertig pflanzlich (also vegan und unverarbeitet) mit einen hohen Anteil an frischer Rohkost. Dabei braucht sich keine Sorgen um natürlich vorkommende Zucker oder Kohlenhydrate gemacht werden. Diese machen nämlich nur in Verbindung mit dem leider so verbreiteten Öl dick.

Alle Informationen zu dieser Ernährungsweise und ihren bahnbrechenden gesundheitlichen Vorteilen sind in dem Buch How not to Die von Dr. Michael Greger zusammengefasst worden. Er nimmt dabei Bezug auf etliche medizinische  Studien und Meta-Analysen. Ich kann es nur jedem empfehlen sich mit diesem Thema eingehend auseinanderzusetzen.

 

Dieses Buch sollte jeder gelesen haben:

 

 

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3 Gedanken zu „Gibt es ‚gesunde Fette‘?

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