Wenn Eltern schlapp machen

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, dass viele Eltern persönlich betrifft, mich eingeschlossen. Es geht darum, was passiert, wenn Eltern zusammenbrechen, weil sie einfach nicht mehr können.

 

Eltern am Limit

Immer mehr Eltern leiden unter Erschöpfungszuständen. Sie leben dauerhaft am Limit und es stellt sich nicht mehr die Frage, ob sie zusammenbrechen, sondern nur noch wann. ‚Mama-Burnout‘ ist längst ein gängiger Begriff mit dem jeder was anfangen kann. Es ist völlig normal, dass Eltern schon ein Jahr nach der Geburt zurück in den Beruf gehen und auch Alleinerziehende in Vollzeit arbeiten gehen. Gleichzeitig werden die Ansprüche an Eltern immer höher. Alle schauen genau hin, ob Du alles richtig machst. Entweder bist Du eine überbehütende Glucke oder Dein Kind ist Dir egal. Anerkannt wird diese harte Arbeit nicht, denn das, was Du tust, ist sowieso standard. „Da mussten wir schließlich alle durch.“

 

Noch nie waren Mütter und Väter so alleine wie heute.

Moderne Eltern sind Einzelkämpfer

Dass sich die Bedingungen für Eltern aber seit einigen Jahrzehnten zusehends verschlechtern, findet dabei wenig Beachtung. Noch nie waren Mütter und Väter so alleine mit ihren Aufgaben als Eltern wie heute. Nicht nur ist die Zahl der Alleinerziehenden auf mittlerweile 20% angestiegen. Auch die Großfamilie, wie sie vor nicht allzu langer Zeit gelebt wurde, rückt immer weiter in Vergessenheit. Damals war es keine Seltenheit, wenn drei bis vier Generationen unter einem Dach gewohnt haben und die Aufgaben dementsprechend verteilt werden konnten. Heute ist es Glück, wenn eigenen Eltern im gleichen Ort wohnen. Häufig wohnen beide Seiten viele hunderte Kilometer weit weg.

Das ist nicht nur eine Belastung für die Eltern, die 24 Stunden am Tag zuständig sind. Auch den Kindern entgeht die Erfahrung, sich frei zwischen den unterschiedlichen Bindungspersonen unterschiedlichen Alters bewegen zu können. Gemeinschaftsgefühl wird für die jetzige Kindergeneration weitestgehend ein Fremdbegriff sein. Diese Kinder erleben sehr früh, dass sie auf sich gestellt sind, weil Mama und Papa gerade keine Zeit haben und sonst weit und breit keiner Verfügbar ist. Auch Nachbarn, zu denen die Kinder wie selbstverständlich gehen werden eine Seltenheit.

 

Die Leidtragenden sind die Kinder.

Keine Zeit für Selbstfürsorge

Dass ein oder mehrere Kinder dauerhaft von meist einer verfügbaren Person abhängig sind ist höchstproblematisch. Denken wir beispielsweise an Eltern, die psychisch krank sind oder gerade eine Krise durchleben. Diese Eltern brauchen besonders viel Zeit, um Selbstfürsorge zu betreiben und mit ihren Emotionen umzugehen – Zeit, die im Alltag oft fehlt. Oft sind die Ressourcen, um Energie in Begleitung oder Therapie zu stecken gar nicht dar. In der Folge verschlimmern sich die Symptome unter dem hohen Druck, der den Alltag bestimmt und das Fass läuft über – regelmäßig. Die Leidtragenden sind die Kinder.

 

Alle Eltern kennen diesen Kampf

Aber nicht nur vorbelastete Eltern sind von diesem Phänomen betroffen. Fast alle Eltern, die ihren ‚Job‘ gut machen wollen, kommen früher oder später an den Punkt, an dem sie nicht mehr können. Bei einigen sind es kleine wiederkehrende Entladungen und Ausfälligkeiten im Alltag, bei anderen sind es dramatische Zusammenbrüche. So oder so leidet das ganze Familiensystem unter der Belastungssituation.

 

So erleben es die Kinder

Wenn Mama oder Papa zusammenbrechen, sind die Kinder auf sich selbst gestellt. Oft sind die Eltern in dieser Situation emotional nicht mehr verfügbar. Gerade kleine Kinder brauchen aber enge Begleitung in ihrem emotionalen Erleben. Sie können alleine noch nicht mit großen Emotionen wie Trauer oder Wut umgehen. Erfahren sie nicht die notwendige Begleitung, überfordert das ihr ganzes System. Sie werden haltlos und hängen sich immer öfter an diesen Emotionen auf. Die resultierenden Wutanfälle überfordern wieder das sowieso schon überlastete Elternteil. Ein echte Teufelskreis!

 

Oft möchten Kinder uns dann trösten.

 

Die weitaus dramatischere Folge ist allerdings, dass Kinder in diesen Situationen die Verantwortung für ihre Eltern übernehmen. Nicht nur übernehmen sie Aufgaben, die sie eventuell überfordern, sie übernehmen auch emotional die Verantwortung. Oft möchten Kinder uns dann trösten oder uns helfen. Diese verdrehte Rollenverteilung ist natürlich fatal und verhindert, dass das Kind sich als Kind fühlen kann. Es muss nun ebenfalls funktionieren.

 

Sorgen wie ein Erwachsener

Auch machen gerade ältere Kinder sich viele Gedanken um ihre Eltern. Sie sorgen sich, um deren Wohlergehen und zerbrechen sich den Kopf über die Zukunft. Sie entwickeln Ängste davor, was passiert wenn und liegen nachts wach. Das Kind, dass doch sonst durch sein Spiel völlig im Hier und Jetzt verankert ist, grübelt plötzlich wie ein Erwachsener. Dieser entfremdete Zustand kann psychische wie körperliche Folgen nach sich ziehen.

 

Wenn Kinder verantwortlich gemacht werden

Eine gängige Reaktion von Eltern auf übermäßigen Stress ist es, diesen auf ihre Kinder abzuwälzen. Das passiert meist völlig unbewusst, einfach deshalb weil es möglich ist, an dieser Stellschraube zu drehen – zumindest scheinbar. Das kann so aussehen, dass ein Vater, der völlig überreizt ist, seine Kinder anschreit, sie sollen doch verdammt noch mal etwas leiser sein, anstatt Reize in seinem Alltag zu reduzieren. Die Mutter, die ihre Tochter dafür verantwortlich macht, dass der gemeinsame Einkauf stressig war und diese zur Strafe auf ihr Zimmer schickt. Stattdessen könnte sie sich eingestehen, dass sie sich zu viel aufgebürdet hatte und der Besuch von mehreren Supermärkten an nach einem langen Tag zu viel des Guten ist.

 

Der Spagat, den Eltern zu machen versuchen, ist schlicht ein unmöglicher.

 

Die Anforderungen sind schlicht zu hoch

Es gibt kaum Eltern, die diesen Hochstress-Situationen entkommen, weil die Anforderungen allgemein zu hoch sind. Wir sind nicht dazu gemacht in Kleinfamilien zu leben, acht Stunden am Tag einer Tätigkeit nachzugehen, um danach eine endlos langen To-Do-Liste abzuhaken und nie fertig zu werden. Während wir selbst eine lange Zeit funktionieren, merken wir unseren Kindern sofort an, dass dieses Leben nicht ihrer Natur entspricht. Sie sind echte Seismographen für Stress und wenn wir zu viel zu tun ist, zeigen sie uns das sofort.

Wir versuchen also nicht nur Haushalt, Freunde, Beziehung, Job und Qualitätszeit mit dem Kind unter einen Hut zu bekommen, wir rennen dabei auch permanent gegen den Widerstand an, den unsere Kinder diesem Leben entgegen bringen. Den Spagat, den Eltern auf diese Weise zu machen, versuchen, ist schlicht ein unmöglicher. Irgendwas muss bei dieser Rechnung unter den Tisch fallen und das ist meistens das eigene Wohlbefinden.

 

Das können Eltern tun

Wir als Eltern können in einer kinderunfreundlichen Gesellschaft nur versuchen unsere eigenen Prioritäten zu überdenken, um sich dann bewusst gegen den Stress und gleichzeitig für uns selbst zu entscheiden. Das ist schwierig, weil es bedeutet, dass wir auf andere Dinge verzichten müssen. Wir müssen uns klar machen, dass wir nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen können, auch wenn das heute alle tun. Ansonsten werden früher oder später alle zusammenbrechen.

 

 

 

 

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