Ernährungsumstellung für Frustrierte – Darum klappt’s nicht

Erst kürzlich habe ich einen meine besten Tipps für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung in einem Artikel für Dich zusammengefasst. Dabei ist mir aufgefallen, dass wohl die Wenigsten scheitern, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Ernährungsumstellung angehen sollen. Das, was sie aufhält, ist eine viel tiefgreifendere Thematik, die ich im heutigen Artikel behandeln möchte.

 

Du hast schon mehrfach versucht, deine Essgewohnheiten zu verändern, bist aber immer wieder gescheitert? Du hast 2- und 8-Wochenplänen gefolgt – aber jedes mal ohne Erfolg? Alte Muster sind scheinbar untrennbar mit Dir verwoben? Du hast gute Gründe, jetzt endlich Deine Ernährung zu verändern, aber nichts desto trotz gibt es da eine Kraft, gegen die kein Kraut gewachsen ist? Dann bist Du hier genau richtig! Ich möchte dieser mysteriösen Kraft mit Dir gemeinsam auf den Grund gehen und aufzeigen, wie Du sie endlich überwindest.

 

 

Die richtige Motivation

 Ein möglicher Hinderungsgrund für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung, ist die falsche Motivation. Das ist der wichtige Punkt, den Du immer vorab klären solltest, wenn Du etwas in Deinem Leben verändern möchtest: Mit welcher Intention möchtest Du etwas verändern? Du solltest unbedingt mit Deiner Motivation im Reinen sein. Deine Motivation sollte nähmlich aus Selbstliebe erwachsen und nicht auf Basis von Ablehnung oder Angst. Bei einer liebevollen Intention steht die Veränderung in Einklang mit deinem persönlichen Wachstum. Hier wirst Du nicht nur viel wahrscheinlicher erfolgreich eine Veränderung umsetzen, sondern das Ergebnis auch als Bereicherung für dein Leben betrachten. Auf diese Weise kann eine Ernährungsumstellung sogar das Sprungbrett für eine umfassende persönliche Weiterentwicklung sein, wie es bei mir der Fall war.

 

Deine Intention als Liebeserklärung an Dich selbst

Was bedeutet das konkret für die Intention hinter deinem Umstieg auf eine gesündere Ernährung? Deine Intention sollte eine Liebeserklärung an Dich selbst sein, das heißt, Du solltest Deine Ernährung umstellen, um Dir etwas Gutes zu tun. Um eine Verbesserung für Dich in Deinem Leben zu erzielen. „Ich möchte meinem Körper etwas Gutes tun.“, wäre ein Beispiel für eine solche selbstliebende Intention. „Ich muss endlich abnehmen, weil ich schrecklich fett bin!“, wäre hingegen selbstablehnend.

Das Problem bei einer solchen Intention ist, die unterschwellige Botschaft an Dein Unterbewusstsein, dass Du nicht in Ordnung bist. Der Versuch Deine Ernährung umzustellen ist eine Art Erziehungsmaßnahme an Dir selbst, bei der Du Dir selbst ständig zurück meldest: „Du musst Dich erst ändern, um liebenswert zu sein.“ Wie motivierend klingt das für Dich? Man stelle sich nur vor, es handele sich nicht um unseren Selbstanspruch, sondern um die Forderung unseres Partners an uns. Würden wir so erfolgreich unsere Ernährung umstellen? Und selbst, wenn wir es schafften, wären wir dann zufriedener mit uns? Wohl kaum

 

 

Selbstannahme

 Das oben beschriebene Warum, aus dem heraus wir unsere Ernährung umstellen wollen, ist mehr als eine Intention. Da hinter steht viel mehr die Haltung, mit der wir uns selbst begegnen. Die ‚richtige’ Haltung, wenn Du Deine Essgewohnheiten verändern möchtest, ist eine von Selbstliebe und Selbstannahme. Es bedeutet, Dich selbst zu akzeptieren und anzunehmen wie Du bist, samt all Deiner Bedürfnisse und Schwächen. Erkenne an, dass Du bestimmte Bedürfnisse hast, aus denen heraus Du bestimmte Essgewohnheiten entwickelt hast.

 

Bedürfnisse erkennen

Die Bedürfnisse dahinter sind mannigfaltig: Wir benutzen unsere Nahrung schließlich nicht nur, um unseren Hunger zu stillen. Wir möchten genährt sein auf der körperlichen, mentalen und emotionalen Ebene. Oft benutzen wir Essen auch, um bestimmte Gefühle zu erzeugen oder zu unterdrücken. Wir benutzen sie, um uns selbst nicht zu spüren oder um vor unseren Problemen zu fliehen.

Es ist entscheidend, dass wir uns in dieser Hinsicht zunächst ein mal kennen lernen und beobachten, welches Bedürfnisse wir beim essen versuchen zu befriedigen. Nutzen wir Essen als Kompensation in stressigen Phasen? Dann ist das dahinter stehende unerfüllte Bedürfnis Entspannung.

 

Bedürfnisse erfüllen

Sind wir beispielsweise Frust-Esser oder Stress-Nascher, wird uns auch der bester Ernährungsplan nicht helfen können. Denn der Grund dafür, warum wir von bestimmten Nahrungsmitteln nicht loskommen sind unsere unerfüllte Bedürfnisse. Um also neue Essgewohnheiten zu etablieren, müssen wir anfangen unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Dazu müssen wir bereit sein, ehrlich hinzuschauen, wie wir unser Leben gestaltet haben. Wenn ich neben meinem stressigen Job noch fünf andere Baustellen habe, werde ich Schwierigkeiten haben, mein Bedürfnis nach Entspannung zu erfüllen. Wir müssen also bereit sein, unsere Prioritäten anders zu setzen, wenn wir von unserer Ersatzbefriedigung essen loskommen wollen.

Probiere Wege aus, um Deine Bedürfnisse anderweitig zu erfüllen. Ich war erstaunt, dass ich von dieser Introspektive auch in anderen Lebensbereichen extrem profitierte. Ich lernte mich dadurch selbst viel besser kennen und fing an, mir mit selbstliebenden Handlungen meine Selbstliebe zu zeigen.

 

Gestörtes Essverhalten

Gerade bei Menschen, die schon viele Diäten ausprobiert haben und immer wieder ‚gescheitert‘ sind, steckt oft mehr dahinter als ein einfaches unerfülltes Bedürfnis. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Essverhalten gestört ist oder Essen immer wieder viel zu viel Raum einnimmt in Deinem Leben, empfehle ich Dir wärmstens meinen Artikel Der wahre Grund für Essstörungen zu lesen.

 

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Artikel eine Hilfestellung leisten, um zu erkennen, warum Du möglicherweise bisher an einer Ernährungsumstellung gescheitert bist. Eventuell ebnet sich für Dich dadurch der Weg zu mehr Selbsterkenntnis und einer selbstliebenden, gesunden Ernährung.

 

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3 Gedanken zu „Ernährungsumstellung für Frustrierte – Darum klappt’s nicht

  1. Liebe Linda, bei mir würde es nicht daran scheitern meine Ernährung umzustellen, wenn ich Single wäre. Aber ich lebe mit meiner Familie bestehend aus einem 2jährigem Jungen und meinem Mann. Und dieser ist ein Fleischliebhaber. Unser Kind und ich essen kein Fleisch. Allein dass der kleine Mann kein Fleisch isst, sorgt beim Essen der Großeltern immer wieder zu Diskussionsstoff. Aber auch zu Hause ist es ein Kampf /Krampf, wenn es heißt, was gibt’s heute zu essen? In der Kita kann ich nicht einmal beim Essen vegetarisch anwählen. Was ich damit sagen möchte, ich selbst stehe mir nicht im Weg, aber die unaufgeklärte Gesellschaft mit ihren Dogmen und anerzogenem Essverhalten machen es mir sehr sehr schwer. Ich liebe meinen Partner, aber für ihn bin ich wohl eher schwierig mit meinen anderen Lebensvorstellungen. Ich bin auch sehr bemüht ein Plastik freies Leben zu führen, auch das ist sooo anstrengend aufgrund meiner Familie/ Umgebung. Ich fühle mich in einer großen Zwickmühle. P.s Deine Beiträge finde ich fantastisch, du triffst damit genau meine Themen. Danke dir dafür. Es grüßt dich Freya

    1. Liebe Freya,

      das freut mich sehr, zu hören, dass Die meine Beiträge gefallen. Ich kann diesen Zwiespalt sehr gut verstehen. Ich bin erziehe meine (auch gerade 2 gewordene) Tochter alleine. Dadurch kann ich zwar bestimmen, welche Lebensmittel uns ins Haus kommen, aber durch das Alleinerziehend-Sein, bin ich auch auf Unterstützung von Außen angewiesen. Betreuungseinrichtungen haben uns wegen unserer Ernährung abgewiesen, obwohl meine Tochter tatsächlich massive Verdauungsprobleme von gekochtem Essen bekommt. Aber welcher Arzt bestätigt mir das?
      Vor den Familientreffen in der Weihnachtszeit graut es mir auch jetzt schon, weil ich sie sehr stark begrenzen werden muss, was ich eigentlich nicht richtig finde….
      Der Weg der Vorreiter ist ein steiniger. Wir sind unserer Zeit weit voraus. Fühl dich bestärkt und ziehe Dein Ding durch, soweit es passt.
      Liebe Grüße
      Linda

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