Ist Salz gesundheitsschädigend?

Speisesalz ist aus unserem zivilisierten Leben kaum noch wegzudenken: Kleine bis große Mengen davon finden sich in all unseren deftigen Speisen und sogar in den Süßen. Kaufen wir im Supermarkt ein, sei es ein Aufstrich oder ein Brot, werden wir kaum etwas Salzfreies finden können. Auch die Bestellung im Restaurant oder Café dürfte sich mehr als schwierig gestalten, wollten wir auf das weiße Gold verzichten. Es ist so selbstverständlich wie das Wasser, das aus unseren Leitungen fließt. Doch ist Salz überhaupt gesund?

 

Salz ist kein natürliches Lebensmittel

Salz als Lebensmittel zu verwenden ist ganz klar eine Erfindung des Menschen. Es kommt so wie wir es nutzen in der Natur nicht vor, sondern muss mühsam und mit schwerem Gerät aus der Erde gelöst werden. Natürlich lässt sich Salz heutzutage auch aus dem Meer gewinnen, aber kein Landtier (und natürlich auch kein Mensch) käme je auf die Idee, Meerwasser zu trinken. Heutzutage wissen wir, dass schon geringere Mengen schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Auch bei der Ernährung unserer Babys und Kleinkinder achten wir penibel darauf, dass ihre Speisen kein Salz enthalten. Wie kam es also dazu, dass wir das Salz heute so bedenkenlos über unser Essen streuen?

 

 

Das weiße Gold

Salz gewann an Bedeutung als man entdeckte, dass sich damit insbesondere tierische Lebensmittel konservieren lassen. Es ergaben sich völlig neue Versorgungs- und Transportmöglichkeiten durch die Haltbarmachung, sodass Salz schon damals ein begehrter Rohstoff war. Es entwickelte sich eine ganze Industrie darum, denn mit Salz ließ sich eine Menge Geld machen, weswegen es auch unter dem Spitznamen ‚Weißes Gold‘ bekannt ist. Diese Industrie hat sich bis heute eisern gehalten und propagiert, dass Speisesalz dem Körper wichtige Mineralien liefert. Doch, stimmt das wirklich?

 

Der Körper braucht natürliches Natrium

Richtig ist, dass wir für das Aufrechterhalten des intrazellulären Milieus in unserem Körper sowohl Natrium- als auch Chlorid-Ionen benötigen, die beiden Stoffe aus denen sich Speisesalz hauptsächlich zusammensetzt. Das gilt aber für auch für Tiere, die in freier Wildbahn leben und deren Zellen ohne künstliche Salzzufuhr prima funktionieren. Diese beziehen Natrium- und Chlorid-Ionen, wie alle anderen Mineralien auch, aus ihrer Nahrung. In den Pflanzen kommen diese ganz natürlich vor, denn die fixieren diese aus dem Boden.

Dass genau dieses eine Mineral zusätzlich zugeführt werden sollte, entbehrt jeder Logik, so kann doch der Körper die in der Pflanze gelösten Mineralien viel besser aufnehmen. Er kann beim kauen schon entschlüsseln, welches Nahrungsmittel er gerade zu sich nimmt, und welche Mineralienzusammensetzung ihn nun erwartet, sodass er sich darauf einstellen kann, diese aufzunehmen. Jede Pflanze erhält bereits eine perfekte und in sich stimmige Mineralienzusammensetzung. Sie liefert dem Körper eben genau jene Mengen, die dieser benötigt.

 

Die Folgen des Salzkonsums

Der Körper kann entgegen der von der Fleisch- und Salzindustrie finanzierten Studien so große Mengen Natriumchlorid, wie wir sie derzeit zu uns nehmen, nicht aufnehmen. Er benötigt diese auch nicht. Stattdessen wird der übermäßige Verzehr von Speisesalz in Verbindung mit Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen, Magenkrebs, Wassereinlagerungen und Osteoporose gebracht. Was in höheren Mengen gesundheitsschädigend und in sehr hohen Dosen sogar tödlich ist, hinterlässt auch bei geringer Dosierung Folgen. Unser Körper ist ein unglaubliches Wudnerwerk, welches in der Lage ist, ‚kleinere Vergiftungen‘ über einen gewissen Zeitraum auszuhalten, aber eben nicht auf Dauer. Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass ein deutlicher Anstieg des Blutdrucks mit zunehmendem Alter heutzutage als ‚physiologisch‘ und somit normal angesehen wird. Es erschließt sich nicht, welche biologische Sinnmäßigkeit eine so deutliche Veränderung des Blutdrucks bei gleichbleibender Größe haben sollte.

Welche Wirkung Salz tatsächlich auf den Körper hat, lässt sich toll beobachten, wenn einem sonst salzfreien Organismus eine normal gesalzene Mahlzeit zugeführt wird. Es kommt zur Bildung von Kopfschmerzen und zu Wassereinlagerungen in den Füßen. Der Körper ist völlig überfordert. Ich habe dies selbst ausprobiert und kann jedem Kritiker nur raten, auch den Selbstversuch zu machen und nach mehreren Monaten salzfreier Ernährung eine gesalzene Speise zu verzerren. Das Gefühl, dass Du danach haben wirst, spricht für sich.

 

Macht Salz dick?

Ungesalzene Speisen bekommen wir schwerer runter als gesalzene und wir haben wenig Lust, größere Mengen davon zu verzerren. Genau das ist nämlich der Effekt von Salz: Durch das Überdecken des eigentlichen Geschmacks verleitet Salz dazu, viel größere Mengen zu verzerren als unser Körper eigentlich benötigt. Das Salz macht uns süchtig und hat zur Folge, dass wir ständig neue Gelüste nach Salzigem entwickeln. Die Folge: Wir Essen weit über unseren Hunger hinaus und nehmen zu. Daher eignet sich die Umstellung auf eine salzarme oder salzfreie Ernährung auch so gut zum abnhemen. Mein persönlicher Bedarf hat sich seit dem Verzicht auf Salz deutlich reduziert.

 

Ist salzfrei leben möglich?

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, definitiv ja! Jedoch kann die Entwöhnung hart sein, kennen wir doch unsere deftigen Speisen nur in gesalzener Form. Wir haben uns so sehr an den würzigen Geschmack gewöhnt, dass eine Mahlzeit ohne Salz fade und langweilig schmeckt. Ich kann Dich aber beruhigen: Das ist eine Frage der Gewöhnung. Zwar schmecken die Speisen sicherlich nicht genauso wie vorher, aber der salzige Geschmack fehlt mir auch nicht. Wenn Du salzfrei leben möchtest, empfehle ich das Salz lieber sofort ganz wegzulassen. Eine langsame Reduzierung gestaltet sich aufgrund seines hohen Suchtpotentials als schwierig.

 

Salz-Alternativen

Um den Umstieg zu erleichtern empfehlen sich Alternativen. Zum einen gibt es pflanzliche Lebensmittel, die von sich aus salzig sind, wie Tomaten* oder Sellerie*. In getrockneter Form lassen sie sich prima zum ’salzen‘ von Speisen verwenden. Diese haben mir in der Anfangszeit sehr geholfen, den Salzverzicht durchzuhalten. Zum anderen lässt sich Salz dadurch ersetzen, dass man Speisen auf andere Weise interassant würzt, sei es durch Säure, Schärfe, Gewürze oder Kräutermischungen*.

 

 

Diese Salzalternativen haben mir beim Umstieg geholfen:

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7 Gedanken zu „Ist Salz gesundheitsschädigend?

  1. Hallo,

    zuerstmal ist es interessant, diesen Artikel sofort über Fireball gefunden zu haben – nach 2 Jahren erfolgloser Suche mit Google und Yahoo. Es gibt erstaunlich wenig und auch wissenschaftlich, aber wird es kontrovers diskutiert; wen wundert es, dass 2 Studien (das sind auch alle!) zeigen, dass NaCl unter 2g täglich zu einem erhöhten kardiovaskulären Risiko führen. Sind freilich alles Korrelationen und somit hinterfragbar.. aber wer hät schon Interesse daran ^^
    Ich bin seit 3 Jahren salzfrei. Die krasseste Wirkung war Gewichtsabnahme. Erstmal durch die geringere Wasserbindung, und längerfristig mit selbst zubereitetem Essen.
    Blutdruck ist auch 35-40 Punkte runter, natürlich: bei 30 Kilo Körperfett weniger. Zudem wird das Enos-Enzym wieder aktiv (Wikipedia schauen).
    Und dem Kommentar bzgl. Körpergeruch kann ich nur zustimmen. Ist sicher ein komplexes Zusammenspiel von mehr Sport, Kontakt mit Waldboden und generell gesunder Ernährung usw.
    Der Einstieg ist schwer, klar. Menschen, die sich ihr Leben lang von gesalzenem ernähren. Es geht ja auch nicht anders. Ich würde hier mal leicht warnen. Wenn Du nach 3 Tagen heldenhaftem Durchhalten einen Hieper auf ne schöne Maggie-Boullion hast. Das kann sich nach 4-8 Stunden rächen, in Form einer schwachen Myolinolyse. (Schwindel, Gangunsicherheit).
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zentrale_pontine_Myelinolyse

    Richtig adaptiert ist man nach vlt. 3 Monaten. Dann machen die Cheat-Days keine Probleme mehr. Anscheinend hat der Körper seine Regulation wieder aktiviert; d.h. erstmal renal über die Niere. Und irgendwann auch über die Haut in Form von Glukosaminoglykanen als Natriumspeicher.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2004/daz-18-2004/uid-11860

    Karl Lauterbach macht das seit 30 Jahren. Lebt denn der alte Lauterbach noch? Einige Urvölker leben komplett vegetarisch – „neudeutsch“ vegan – und kennen kein Übergewicht, Diabetis, Arteriosklerose.
    https://edubily.de/2016/04/paleo-salz-bluthochdruck/

    Besonders schade finde ich, daß es 0 Fertiggerichte ohne Salz gibt. Nya frisches selbstgemachtes Brot ist ohnehin das leckerste. Heute gabs bei mir wieder 7 Gramm NaCl in Form von Salaten. Das sollte hoffentlich die nächsten Wochen reichen.

  2. Ich lasse Salz seit 3 Tagen weg und mir geht es schon besser, ich denke das es einige Zeit braucht bis der Körper das ganze überflüssige Salz ausgeschieden hat. Meine Vermutung ist, das zuviel Salz auch Wetterfühligkeit verstärkt wie Herzrasen, generell Herz-Kreislauf Beschwerden.

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