Wie ich durch eine Ernährungsumstellung meine Rückenschmerzen heilte

Im letzten Beitrag habe ich bereits dargelegt, warum vegane Rohkost die natürliche Nahrung des Menschen ist. Heute möchte ich mit dir meinen ganz persönlichen Heilungsweg mit Dir teilen. Viel Spaß beim staunen!

 

Mein Leidensweg

 

Ständige Schmerzen

Ich erinnere mich daran, schon als Teenager immer wieder mit Rückenschmerzen zu tun gehabt zu haben. Seit dem ich ungefähr 15 Jahre alt war, suchte ich in unregelmäßigen Abständen Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten auf. Ich versuchte verschiedenste Übungen, Ostheopathie, Homöopathie, Akupunktur und vieles mehr. Aber nichts schien so richtig zu helfen. Einiges verschaffte mir eine kurzfristige Linderung, aber ganz schmerzfrei war ich nie. Mal war der Leidensdruck groß, mal hielt er sich in Grenzen, aber immer schwebte der Schmerz wie eine schwarze Wolke über meinem Leben und tauchte es in einen grauen Schleier. Stand ein Umzug an, graute es mir schon Wochen im Voraus davor. Ich wusste ich würde nicht richtig mit anpacken können. Auch Rucksäcke und Taschen konnte ich keine weiteren Strecken tragen. Ich fühlte mich schwach und wenig belastbar.

 

Meine Schwangerschaft

Als ich im Jahr 2016 unverhofft schwanger wurde, geriet mein Leben ein wenig aus den Fugen. Ich stand ganz alleine da mit meinen 21 Jahren und einem dicken Bauch. Aber ich freute mich sehr darauf mein Baby liebevoll zu empfangen und immer am Körper zu tragen. Ich begann mich meiner Tochter zu Liebe, mit dem Thema gesunde Ernährung auseinanderzusetzen und recherchierte viel in Bibliotheken und dem Internet. Schnell war klar, dass vegane Rohkost die gesunde Ernährung schlechthin ist. Ich wollte aber in der Schwangerschaft nicht umstellen, da die während der Entgiftungsphase freigesetzten Giftstoffe das Ungeborene belasten können. Also beließ ich es bei einer Umstellung auf vollwertig pflanzliche Kost.

 

Die Geburt meiner Tochter

Nach unserer Hausgeburt wurde schnell klar, dass ich mir das Leben mit Baby rosiger ausgemalt hatte als es in meinem Fall war. Da ich ganz alleine mit meiner Tochter war, konnte ich kein richtiges Wochenbett halten und habe meinen Beckenboden viel zu schnell wieder belastet. Ich wohnte damals im dritten Stock. Die Waschmaschine, die ich in der Anfangszeit täglich befüllen musste, stand im Keller. Die kleine landete schon mit wenigen Wochen im Tragetuch auf dem Rücken, damit ich den Wäscheberg von A nach B befördern konnte. Ich bin damals oft zusammengebrochen, weil die Schmerzen so schlimm waren. Es fühlte sich an als würde in mir alles zerreißen und mein Rücken für immer kaputt gehen.

 

Das erste Jahr

In diesem Ausnahmezustand aus Überforderung und ständigen nicht vermeidbaren Schmerzen (ich bin überzeugt davon, dass Babys Traglinge sind), rückte die geplante Ernährungsumstellung erst ein mal in den Hintergrund. Ich war froh, wenn ich es schaffte, mir irgendein Essen zuzubereiten und den Tag halbwegs zu überleben. Der Haushalt und die täglichen Gänge brachten mich in einen ständigen Konflikt: Ich wollte mein Baby unbedingt tragen (dieses forderte das auch ein) und konnte es von meiner Konstitution her nicht. Ich trug sie immer so weit es irgendwie auszuhalten war und konnte nachts nicht schlafen vor Schmerzen.

 

Die Umstellung

 

Alleinerziehend darfst Du nicht ausfallen

Wenn die Mutter mal krank ist, muss sich eben ein anderer um das Kind kümmern. Wenn Du alleinerziehend bist, so wie ich, geht das aber nicht. Du darfst einfach nicht ausfallen. Dieser Fall trat ein als meine Tochter ungefähr ein Jahr alt war. Sie war damals noch zu klein, um sie längere Zeit zu den Großeltern zu geben. Ich hatte eine schlimme Grippe mit Fieber und Schwindel und zusätzlich eine Mandelentzündung. Ich konnte kaum aufstehen und mich um mich selber kümmern. Dann war da aber noch dieser kleine Mensch, der von mir abhängig war und mich brauchte. Ich litt selbst unter meinem Zustand und konnte ihr nicht geben, was sie dringend brauchte. Diese 4 Wochen waren die Hölle. Ich wusste: Das möchte ich nie wieder erleben! Also beschloss ich kurzer Hand, meine Ernährung auf Rohkost umzustellen mit der Intention nie wieder krank zu werden.

 

Der Prozess

Durch die lange Krankheitsphase hatte mein Körper schon zu entgiften begonnen. Ich hatte sowieso schon weniger Appetit und aß viel frisches Obst. Ich beschloss die Umstellung schrittweise zu gestalten, um die Entgiftung bestmöglich abzufedern (ich stillte meine Tochter damals noch). Also aß ich zunächst noch eine gekochte Mahlzeit am Tag. Ich merkte aber schnell, wie schlecht es mir jedes Mal danach ging und stellte ganz auf vegane Rohkost um. Das war so spontan, dass ich etwas überfordert damit war, meine Einkäufe zu planen, sodass ich eigentlich täglich etwas nachkaufen musste. Die ersten zwei Tage waren hart, dann wurde es ganz langsam leichter. Nach ca. einer Woche merkte ich schon erste Verbesserungen. Ich spürte, dass ich mich positiver und energiegeladen fühlte.

 

Die Verbesserungen

 

Rückenschmerzen

Die Schlacken in meinem Gewebe begannen sich zu lösen und tatsächlich verloren die Rückenschmerzen immer mehr an Intensität. Nach einigen Monaten waren sie völlig verschwunden! Ich konnte wieder ruhig schlafen und vor allem konnte ich endlich meine Tochter tragen so viel ich wollte. Mittlerweile wird sie bald zwei und ist dementsprechend schwerer geworden. Dennoch kommt sie mir heute wie ein Federgewicht vor, während sie damals eine unendliche Last darstellte. Ich konnte zusätzlich zu ihr plötzlich Möbel und Rucksäcke schleppen. Das wäre vorher undenkbar gewesen. Hätte ich gewusst, dass ich meine chronischen Schmerzen durch auf diese Weise heilen kann, hätte ich die Ernährung schon viel früher umgestellt!

 

Durchblutung

Ich gehöre zu den Personen, die ständig kalte Hände und kalte Füße haben. Ich friere – immer und überall – und trage schon im September Thermounterwäsche. Oft lese ich, dass der Körper warme Nahrung braucht, um so richtig ‚durchzuheizen‘. Das ist natürlich Quatsch, aber etwas skeptisch, wie sich mein Kälteempfinden entwickelt war ich schon. Die Ersten Wochen und Monate (es war Winter) war es mindestens so schlimm wie sonst auch. Durch die Entgiftung fühlte ich mich oft geschwächt und es war vielelicht sogar schlimmer. Aber seit einiger Zeit wendet sich das Blatt und ich brauche nun nicht mehr und drei Decken zu schlafen. Wer hätte das gedacht!

 

Körpergeruch

Wie die meisten Menschen hatte ich Körpergeruch. Ich kam schnell ins Schwitzen und der Geruch war dann auch unangenehm. Ich war auf Deo und regelmäßiges Duschen angewiesen (letzteres ist nicht selbstverständlich für frischgebackene Mütter). Mit der Rohkost verflüchtigte sich der Körpergeruch immer mehr, da irgendwann keine Giftstoffe mehr mit dem Schweiß ausgeschieden werden mussten. Wenn ich heute mal fünf Tage nicht zum duschen komme, ist das kein Problem mehr.

 

Menstruationsbeschwerden

Ein Thema mit dem ich vor meiner Ernährungsumstellung auf vegane Rohkost extrem zu kämpfen hatte. Meine Regel war stark und dauerte lang. Oft verlor ich deutlich zu viel Blut und das auch unter sehr starken Schmerzen. Was soll ich sagen? Diese Probleme haben sich komplett in Luft aufgelöst. Der Körper braucht die Menstruation nicht mehr als zusätzliche Entgiftungsmöglichkeit. Wie ich meine Menstruation sogar komplett los wurde, erfährst Du hier.

 

Trägheit, Müdigkeit

Das erste Jahr mit Kind war sauanstrengend. Jeden Abend ab 20.00 Uhr konnte ich nur noch sitzen und hoffen, dass meine Tochter bald müde wurde. Ich war erledigt und müde. Jede weitere Anstrengung wurde zur Qual. Mittlerweile habe ich mich gut damit arrangiert, dass meine Tochter eine Nachteule ist und nutze die Zeit am Abend zum Aufräumen und Abwaschen. Ich falle nicht jeden Abend mit ihr in die Kiste, sondern kann nach dem ins Bett bringen noch Artikel schreiben und schaffe es dennoch immer öfter vor ihr aufzustehen. Das Gefühl beim Aufwachen ist einfach ein völlig anderes. Ich bin voller Energie und habe Lust in den Tag zu starten.

 

Beweglichkeit

Vor meiner Ernährungsumstellung versuchte ich, meinen Rückenschmerzen mit Yoga entgegenzuwirken. Das war oft mehr als frustrierend, weil ich einfach so wenig beweglich und ausdauernd war. Mittlerweile kann ich auch fünf Minuten im herabschauenden Hund verweilen. Nicht nur das: Ich brauche mich auch nicht mehr aufraffen, um auf die Matte zu gehen. Es ist eher so, dass ich einen natürlichen Bewegungsdrang entwickelt habe und sportliche Betätigung brauche, um mich wohl zu fühlen. Auch Ausdauersport ist jetzt kein Fremdwort und obwohl wir mittlerweile ein Auto haben, benutze ich wenn immer es möglich ist das Fahrrad.

 

Haut

Vor der Umstellung auf Rohkost hatte ich immer mal wieder Probleme mit meiner Haut. Regelmäßig fand ich unschöne Hautunreinheiten und bei Stress einen neurodermitischen Ausschlag. Außerdem bekam ich schnell einen Sonnenbrand. Diese Symptome hielten sich in der Entgiftungsphase und traten teils sogar verstärkt auf. Das liegt daran, dass die Haut ein Ausscheidungsorgan ist. Mittlerweile sind Pickel immer seltener geworden, die Haut ist strapazierfähiger und Ausschläge kommen keine mehr vor.

 

Fazit

 

Die riesigen Erfolge, die die Ernährungsumstellung auf vegane Rohkost mir beschert hat, sind für mich lebensverändernd gewesen. Aus einer Ernährung ist mittlerweile eine Lebensstil geworden und eine Leidenschaft, die ich hier mit Dir teilen möchte. Ich kann nur jedem ans Herz legen, den Schritt zu gehen und die Ernährung umzustellen. Ich bin mir sicher, es wird auch Dein Leben verändern.

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14 Gedanken zu „Wie ich durch eine Ernährungsumstellung meine Rückenschmerzen heilte

  1. Hallo Linda,
    ein echt interessanter Artikel! Mein Schwager hat schon seit längerem davon geredet wie ungesund gekochtes ist, hat sich aber auf andere Quellen berufen als du. Er teilt sein Wissen immer wieder mit meinem Mann und mir. Bis jetzt war ich immer hin und her gerissen was die Rohkost betrifft. Vor allem da man seit klein auf an gekochtes gewöhnt ist. Da ich seit November Mutter geworden bin und mit Rückenschmerzen und den Folgen der Schwangerschaft bzw des Kaiserschnitts zu kämpfen habe, würde ich gerne ebenfalls die Ernährung umstellen oder es zumindest versuchen. Da ich Vollzeit stille mach ich mir Sorgen, dass es sich auf die Muttermilch auswirken kann, wenn ich die Ernährung so radikal umstelle. Wie war es bei dir damals mit der kleinen? Sollte ich bis zum Abstillen warten?
    LG Juliana

    1. Liebe Juliana,

      das mit dem stillen ist definitiv ein wichtiger und leider relativ unerforschter Aspekt. Ich habe während der Stillzeit umgestellt und stille meine Tochter heute noch und würde es definitiv wieder so machen. Es werden aber in jedem Fall Giftstoffe über die Muttermilch ‚ausgeschieden‘, die dein Kind dann abbekommt. Ich habe es in Kauf genommen, weil ich aus der puren Not heraus umgestellt habe und das für mich die einzige Lösung war. Abstillen war und ist keine Option. Die Vorteile überwogen auch für meine Tochter: Mama ist strapazierbarer und die gesundheitlichen Verbesserungen, dadurch dass sie auch Rohkost isst, wiegen die eventuellen Schäden auf.
      Wenn bei euch das Ende der Stillzeit absehbar ist, würde ich tatsächlich so lange warten und vorher auf 70-80% Rohkost umstellen. Erst das Frühstück, dann das Mittagessen und abends gedünstetes Gemüse oder Pseudogetreide bis du abgestillt hast. Dadurch fängst du die Entgiftung ab.

      Liebe Grüße
      Linda

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