Erholsamer Schlafen ohne Bett?

Es gibt kaum Dinge, die so gewöhnlich sind, wie in einem Bett zu schlafen. Schlafen müssen wir immerhin alle. Erholsamer Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Dass wir dazu wie selbstverständlich ein Bett nutzen, hat sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt. Ein Bett ist schließlich bequem – dort schläft es eben besonders gut. Aber stimmt das wirklich? Es wird Zeit, diese Selbstverständlichkeit zu hinterfragen.

 

Floor-Sleeping im Trend

Das Schlafen auf dem Boden scheint ein neuer Trend unter Minimalisten und Naturverbundenen zu sein. Immer mehr Leute verzichten auf’s Bett. Sie schlafen auf einem japanischen Futon*, auf einer Matte* oder gar direkt auf dem Boden. Ist der nicht viel zu hart? Wenn Du schon ein mal bei Freunden auf dem Boden geschlafen oder ohne Isomatte gezeltet hast, weißt Du, wovon ich rede. Eine schlaflose Nacht ist vorprogrammiert. Also, warum solltest Du Dir das antun?

 

Die Vorteile auf einen Blick:

Erholsamerer Schlaf
Wer auf dem Boden schläft, schläft viel erholsamer. Unglaublich, aber wahr. Ich habe es selbst erlebt. Ich habe nun schon vor einigen Monaten mein Bett verbannt und fühle mich seit dem morgens frisch und ausgeruht. Ich habe mehr Energie und habe Lust, aufzustehen. Oft werde ich sogar vor dem Wecker-Klingeln wach. Der Geist ist viel klarer.

Weniger Verspannungen
Auch das konnte ich schwer glauben bis ich es selbst erlebt habe. Die Umgewöhnung hat eine ganze Zeit gedauert, aber nach ca. 2 Wochen ließen meine Verspannungen nach und verschwanden schließlich ganz! Ich vermute, das liegt daran, dass man sich auf dem Boden im Schlaf mehr bewegt. Auf dem harten Untergrund muss öfter die Position gewechselt werden, damit keine unangenehmen Druckstellen entstehen. Wenn der Körper viele verschiedene Positionen einnimmt, ‚rosten’ die Muskeln nicht in einer Haltung ein.

Besseres Körpergefühl
Ich habe festgestellt, dass ich durch den Kontakt mit dem Boden, meinen eigenen Körper viel besser spüre. Ich spüre, wo meine Knochen auf dem Boden aufliegen und fühle meine Verbindung mit der Erde. Lege ich mich auf meine Matte, bin ich viel mehr in meinem Körper als auf der Matratze, die ja gerade die Körperempfindungen dämpfen soll. Daher entwickle ich seit dem ich auf dem Boden schlafe, ein immer besseres Körpergefühl, was sich z.B. auch beim Yoga bemerkbar macht. Ich komme insgesamt mehr in meine Natürlichkeit und in Konatkt zu mir selbst.

Platz Sparen
Eine Matte* wird jeden Morgen zum lüften aufgerollt und verstaut. Ein Futon* kann ggf. sogar tagsüber als Sofa verwendet werden. In jedem Fall spart ein rollbares Bett Platz und das nicht zu wenig. 4 qm mehr können einen ganzen Raum verändern. Gerade bei der Raumknappheit in Großstädten ein hochrelevanter Punkt. Gerade Minimalisten suchen diese Betonung auf das Wesentliche.

Geld Sparen
Bett und Lattenrost sind teure Anschaffungen, dafür, dass sie viel Platz fressen und eindimensional in ihrer Funktion sind. Auch eine Matratze muss nach ca. 5-10 Jahren gewechselt werden. Da kommt ein ganzer Batzen Geld zusammen. Wer sein Bett verkauft, kann sich von dem Geld einen hochwertigen Futon* zulegen und hat mit etwas Glück sogar noch Geld über.

 

Warum schläft es sich besser auf dem Boden?

Du fragst Dich jetzt vielleicht, wie es sein kann, dass ich und viele andere auf dem Boden besser schlafen als in einem weichen Bett. Ich sage Dir, auch Du wirst besser schlafen. Das ist der Grund:

Natürlicher Schlaf
Die Natur hat uns nicht mit Matratzen ausgestattet. In freier Wildbahn können lediglich Laub und Moos als Unterlage dienen. Es ist also so vorgesehen, dass wir auf hartem Erdboden schlafen. Ein sehr tiefer, fast komatöser Schlaf, wie er auf Matratzen vorkommt, wäre ein sehr großer Nachteil, denn auch nachts müssen wir mitbekommen, wenn sich eine Gefahr nähert. Daher ist der natürliche Schlaf etwas ‚leichter’ als wir es gewohnt sind und dennoch erholsamer. Es ist nur logisch, dass die Natur die perfekten Voraussetzungen für gesunden Schlaf schafft und an alles gedacht ist. Deswegen ist der etwas leichtere Schlaf auf dem Boden derjenige, der auf Dauer gesund ist und uns mehr Energie bereit stellt.

 

Der Praxistest

Diese Vorteile sind schön und gut. Wie lässt sich das ganze in die Tat umsetzen? Ich berichte Dir von meinen Erfahrungen mit Yogamatte* und Futon*.

Der Boden
Die ersten zwei bis drei Nächte habe ich tatsächlich eher wenig geschlafen. Ich bin oft aufgewacht und konnte nicht weiter schlafen, weil es gedrückt hat. Dazu muss man sagen, dass ich gleich die ganz hartebVariante gewählt habe mit nur einer Decke auf dem Parkettboden. Als dann unsere Yogamatten* aus Schurwolle eintrafen, schlief ich schon deutlich besser. Ich bemerkte erste Verbesserung. Insbesondere fühlte ich mich klarer und kam leichter aus dem Bett. Das motivierte mich, darn zu bleiben.

Die Yogamatte
Nach ca. zwei Wochen schlief ich, wenn ich erst mal eingeschlafen war, genau so gut wie auf einer Matratze – nur eben besser. Mein Körper gewöhnte sich an die neuen Bedingungen und passte sich an.
Nach über einem Monat lösten sich auch die letzten Verspannungen auf. Ich konnte bereits genau so schnell einschlafen wie ich es gewohnt war. Die Matte* fühlte sich nicht im Geringsten unbequem an. Im Gegenteil. Mein Bett erschien mir plötzlich sehr komfortabel.

Der Futon
Der Umzug auf den Futon*, der dann folgte, wäre also von der Bequemlichkeit her nicht notwendig gewesen. Die praktischere Handhabung war letztlich der ausschlaggebende Grund. Ich schlafe besser denn je und das Bett ist mittlerweile aus meiner Wohnung ausgezogen.

 

Probier es selbst

Bist Du neugierig geworden und möchtest es auch austesten, dich wach und gesund zu schlafen? Ich zeige Dir wobei du vom kauf einer Matte oder einem Futon* achten solltest:

Der Futon
Das geniale bei der Wahl eines Futons* ist, dass es für jeden Schlaftyp unterschiedliche Materialien und Stärken gibt. Das heißt, wenn Du noch nicht ganz überzeugt bist, kannst Du eine etwas dickere, weichere Variante wählen und wirst trotzdem noch eine enorme Verbesserung wahrnehmen. Das gleiche gilt, wenn Dein Partner oder Deine Partnerin, von Deiner Idee wenig begeistert ist. Vielleicht findet ihr eine Zwischenlösung. Von sehr minimalistisch, über klassisch japanisch bis hin zu sehr komfortabel ist alles dabei.

Die Matte
Es gibt auch hier unterschiedlichste Varianten. Es gibt Matten*, die speziell zum schlafen gemacht sind. Die meisten Matten werden aber für sportliche Zwecke hergestellt. Da ist auf die passende Größe zu achten, da viele Matten zu kurz sind. Auch würde ich nicht zu einer Matte aus Kunststoff greifen, da dieses Material schnell ‚schwitzt’ und auch Weichmacher enthalten kann.
Ich habe mich für eine Yogamatte* aus Schurwolle entschieden, da diese auch im Winter für eine gewisse Wärme sorgt. Die Bodentemperatur im Winter ist je nach Fußboden nicht zu unterschätzen.
Ich breite über diese Matte eine einfache Sommerdecke, die ich regelmäßig neu beziehen kann.

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesem Artikel Lust machen, das Boden-Schlafen mal für Dich zu probieren. Ich wünsche Dir einen erholsamen Schlaf!

 

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2 Gedanken zu „Erholsamer Schlafen ohne Bett?

  1. Interessanter Ansatz. Wir beschäftigen uns schon sehr lange mit dem Thema Schlaf. Das auf dem Boden schlafen hatten wir bisher aber noch außen vor gelassen. Werden wir ändern und anschließend auch über unsere Erfahrungen berichten.

    Viele Grüße
    Fabian von Schlafonaut

  2. Die letzte Nacht habe ich das erste Mal auf dem Boden geschlafen, auf dünner Unterlage + der normalen Bettzudecke.
    Gegen meine Befürchtung habe ich, trotz weniger Unterbrüche, recht gut geschlafen.

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